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Blog 30.04.2019

Wie sieht der Sportverein der Zukunft aus?

Die Zukunftsforscherin Anja Kirig (Webseite) hat auf dem Forum Sportkanton Zürich einen interessanten Vortrag dazu gehalten, wie der Sportverein der Zukunft aussehen könnte. Ihr Fazit: Die Vereinslandschaft wird sich verändern. Vereine müssen sich neu aufstellen können, um den Herausforderungen der Moderne gerecht zu werden.

Schon immer gab es bei den Mitgliederzahlen einen Knick in der Altersstruktur. Fast alle Kinder treiben irgendeinen Sport im Verein. Und im hohen Alter spielen Vereine als soziale Institution eine wichtige Rolle, um gesellschaftlich aktiv zu bleiben.

Dazwischen gibt es die 30- bis 50-Jährigen. Grundsätzlich wollen sich diese Menschen gerne engagieren. Aber aufgrund von Arbeit und Familie bleibt immer weniger Zeit für den Sportverein. Dieser Trend verschärft sich aktuell. Menschen in diesem Alter haben mit der sich verändernden Arbeitswelt zu kämpfen.

Der Sportverein der Zukunft

Zeit ist knapp und wenn man sich engagiert, dann muss diese wertvolle Zeit sinnvoll genutzt werden können. Der Verein der Zukunft muss das im Auge behalten. Veraltete Strukturen schrecken ab und verhindern, dass sich mehr Menschen engagieren.

Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen Sport dann treiben wollen, wenn sie die Zeit dafür haben. Und nicht unbedingt zu festen Trainingszeiten, wie es der Kalender im Sportverein vorsieht. Individueller Freizeitsport nimmt rasant zu. Wie reagieren Vereine darauf? Schaffen sie Angebote für Individualsportarten?

Geht es nach der Zukunftsforscherin Kirig, geht es beim Sport zunehmend um Lebensqualität – und weniger um Konkurrenz oder Leistung. Die Position in einer Tabelle wird zweitrangiger, zumindest im Hinblick auf die soziale Bedeutung eines Vereins.

Unternehmen als Sponsoren würden Vereinssport zunehmend unter diesem Aspekt betrachten und noch mehr unterstützen als nur nach Leistungskriterien.


„Jeder Verein sollte sich deshalb überlegen, wo seine Stärken liegen und was er künftig anbieten will.“

Anja Kirig

Hier gibt es die große Chance, dass der Sportverein gezielt die Nähe zu den regionalen Unternehmen und der Politik suchen und nutzen kann. Ob Sponsoring dann noch der richtige Begriff sein wird? Vielleicht werden es auch zunehmend wertvolle Partnerschaften.

„Jeder Verein sollte sich deshalb überlegen, wo seine Stärken liegen und was er künftig anbieten will“, so Kirig. Ihre These: Die Leute kommen immer weniger zum Sport, also müsse der Sport zu den Leuten kommen.

Also zur Schule, zum Arbeitsplatz, ins Krankenhaus oder sogar nach Hause. Vereine könnten diese „Leistungen“ aufgrund der etablierten Strukturen (Erfahrung, Trainer, Material, Infrastruktur etc.) am besten anbieten.

Sport ist ein Standortfaktor

Wichtig sei, dass die Vereine in diesem Szenario nicht mehr nur isoliert arbeiten. Sondern sich vernetzen. Mit Sportanbietern, Gemeinden, Unternehmen, Experten und auch Krankenkassen. Sport ist ein Standortfaktor – warum sollten Vereine nicht noch enger mit Gemeinden und Unternehmen zusammenarbeiten?

Noch etwas spielt eine wichtige Rolle: die Kommunikation der Vereine wird immer wichtiger. Vereine werden es sich nicht mehr leisten können, auf soziale Medien zu verzichten. Hier wird über Angebote oder Events ebenso kommuniziert wie über Projekte. Auch Mitglieder werden zunehmend online gewonnen.

Nahezu jeder Bereich in einem Sportverein ist von der Digitalisierung berührt. Wir von campai wissen das und haben dafür die beste Vereinssoftware entwickelt, die es auf dem Markt gibt. Denn Digitalisierung heißt: Dinge einfacher und sicherer machen. Für die Zukunft der Vereine.