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Blog 28.05.2019

Steigt die Übungsleiterpauschale an?

Das Ehrenamt wird aufgewertet. Übungsleiterpauschale und Ehrenamtspauschale steigen an. Zumindest, wenn es nach den Finanzministern der Bundesländer geht. Diese wollen mehr Anreize für die Freiwilligentätigkeit schaffen.

Die Übungsleiterpauschale

Sie setzten sich am 24. Mai bei der Jahreskonferenz der Finanzminister in Berlin dafür ein, die Übungsleiterpauschale anzuheben. Von 2400 Euro um 600 Euro auf jährlich 3000 Euro. Die Ehrenamtspauschale soll um 120 Euro auf 840 Euro steigen. Einnahmen bis zu dieser Höhe wären dann steuerfrei.

Wer sich ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Sportverein, in kulturellen oder sozialen Einrichtungen engagiert, soll zukünftig eine höhere steuerfreie Vergütung erhalten. Zudem sollen weitere Freigrenzen für bestimmte Einnahmen von Vereinen angehoben werden.

Die Finanzminister der Länder plädierten in diesem Zusammenhang dafür, die Kriterien für den Gemeinnützigkeitsstatus neu zu regeln und zu prüfen, ob beispielsweise E-Sportvereine Steuervorteile erhalten können.

„Freiwilliges Engagement muss durch steuerliche Regelungen eher unterstützt als behindert werden“, so der Vorsitzende der Finanzministerkonferenz, Thomas Schäfer (CDU). Die aktuellen Regelungen entsprächen nicht mehr den gesellschaftlichen Gegebenheiten. Es müsse eine Aufwertung bei der Übungsleiterpauschale und der Ehrenamtspauschale erfolgen.

Einfacher Spendennachweis bis 300 Euro

Ein weiterer wichtiger Punkt: vereinfachte Spendennachweise bis 300 Euro statt wie bisher von maximal 200 Euro. Nur für höhere Spenden würden die Vereine dann eine Spendenquittung nach offiziellem Formular ausstellen. Mit dieser Maßnahme sollen die Vereine von überproportionaler Bürokratie entlastet werden.

Der nächste Punkt, der in die Gesetzgebung fließen soll: Seit zehn Jahren liegt der Freibetrag des steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs (für Körperschafts- und Gewerbesteuer) bei 35.000 Euro. In Zukunft sollen Brutto-Umsätze bis zu 45.000 Euro steuerfrei bleiben, geht es nach der Finanzministerkonferenz.

Auf der Homepage der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen heißt es: “ Einig sind die Finanzministerinnen und Finanzminister der Länder in der Frage, dass mehr Rechtssicherheit für gemeinnützige Organisationen geschaffen werden muss. Die Finanzministerinnen und Finanzminister der Länder sprechen sich daher für eine gesetzliche Vertrauensschutzregelung aus.“

„Insgesamt sollen die Möglichkeiten verbessert werden, wie gemeinnützige Organisationen miteinander kooperieren können. „

Der Vorschlag der Landes-Finanzminister liegt jetzt beim Bund und muss in ein Gesetzgebungsverfahren gepackt werden.