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Blog 07.01.2019

Freiwillige Feuerwehr – Mitgliedschaft muss attraktiver werden

Ehrenamtliche Tätigkeiten sollten besser organisiert und honoriert werden.

Löschen, bergen, retten – sie sind da, wenn´s brenzlig wird. Die Freiwillige Feuerwehr leistet einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Wie ihre Kollegen von der Berufsfeuerwehr riskieren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr oftmals ihr Leben, um das von anderen Menschen zu retten. Sie stellen ihre Zeit und ihre Gesundheit in den Dienst an der Allgemeinheit.

Die Förderung des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland ist allerdings verbesserungswürdig. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass den Freiwilligen Feuerwehren neue Mitglieder fehlen.

Auch die Freiwillige Feuerwehr leidet unter Nachwuchsmangel

Mitgliederschwund ist ein Trend, den viele Vereine zu verzeichnen haben. Vor allem die Traditionsvereine in Deutschland sind davon betroffen. Auch die Freiwilligen Feuerwehren klagen über einen Mangel an Nachwuchs. Der eine oder andere Standort in Deutschland wurde deswegen schon geschlossen.

Immer weniger Menschen haben Zeit oder Interesse, sich an ein Ehrenamt zu binden. Die berufliche oder familiäre Situation lässt ein solches Engagement oftmals nicht zu. Folglich möchten viele Menschen sich in ihrer wenigen Freizeit lieber erholen, als sich zusätzlich und kaum bezahlte Arbeit aufzuhalsen. Ehrenamtliche Tätigkeiten werden selten und wenn dann gering bezahlt.

Dieses Engagement sollte besser honoriert werden. Gerade im Fall Freiwillige Feuerwehr ist das Ehrenamt von enormer Wichtigkeit für unsere Gesellschaft. Denn was ist, wenn es brennt und keiner löschen kommt?

Ehrenamt muss attraktiver werden

Das ehrenamtliche Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr muss attraktiver werden, damit der Mangel an Nachwuchs behoben werden kann. Nicht nur in Berlin sind die Feuerwehren in einem schlechten Zustand. Marode Bauten und ein schlechter Zustand der Sanitäranlagen sind für die Freiwilligen Bestandteile ihres Dienstalltags und führten mancherorts schon zur Schließung eines gesamten Standortes.

  • Es müssen mehr Gelder von den Kommunen zur Verfügung gestellt werden, um die Sanierung der Gebäude zu gewährleisten.
  • Die Jugendfeuerwehr benötigt Förderung – eine wichtige Investition zur Gewinnung neuer Mitglieder.
  • Auch die technische Ausrüstung sollte auf dem neuesten Stand der Technik sein, um den Feuerwehrleuten ein effektives und zeitgemäßes Arbeiten zu ermöglichen. Eine moderne Ausstattung fördert auch die Motivation. Denn mit veralteten oder defekten Geräten zu hantieren ist weder zielführend, noch macht es Spaß.
Aufnahme in einer Feuerwehr: Mann auf der Stoßstange von einem Löschzug schaut skeptisch
Wer möchte schon mit einem uralten Löschzug lostuckern, wenn ein Menschenleben auf dem Spiel steht?
  • Wichtig ist außerdem eine kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Mitglieder einer Freiwilligen Feuerwehr, so dass sie auf alle möglichen Situationen bestens vorbereitet sind.
  • Für die meisten Ehrenamtlichen auch ein wichtiger Punkt ist die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ehrenamt. Wer in seinem Hauptberuf als Schichtarbeiter arbeitet oder eine Familie mit Kindern zu versorgen hat, ist auf flexible Dienstpläne in seiner Freizeit angewiesen.

Ein Dankeschön an die Helden unserer Gesellschaft

Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Würdigung des Freiwilligendienstes fallen: Den Mitgliedern öffentlich für ihr Engagement zu danken, ist wohl nicht zu viel verlangt. Außerdem könnte man den Freiwilligen verschiedene Vergünstigungen zukommen zu lassen, zum Beispiel eine Jahreskarte fürs Schwimmbad oder die Bibliothek.

Wer für 3,50 € Aufwandsentschädigung pro Stunde sein Leben und seine Freizeit aufs Spiel setzt, hat gewiss eines verdient: Respekt und Anerkennung durch die Gesellschaft.

Auf der Website des Landesfeuerwehrverbands Berlin oder der anderen Landesfeuerwehrverbände erfährst du mehr zum Thema Freiwillige Feuerwehr.


Auch campai versucht, das Ehrenamt in Deutschland mit seiner Vereinssoftware zu stärken. Ob Freiwillige Feuerwehr oder Suppenküche; die Verwaltungsarbeit soll leichter werden, damit ehrenamtlich Engagierten mehr Zeit für die wichtigen Dinge bleibt.