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Blog 12.04.2019

Vereine sollen beim Datenschutz entlastet werden

Die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist seit 2018 eine enorme Herausforderung für viele Vereine. Gerade ehrenamtlich geführte Vereine waren schnell überfordert angesichts der teilweise unübersichtlichen Regelungen. Das Ehrenamt fühlt sich gegängelt und um eine bürokratische Hürde reicher. Das soll sich ändern, wenn es nach dem Bundesland Niedersachsen geht.

Die Niedersachsen haben am 12. April beim Bundesrat einen Antrag eingereicht, in dem der deutsche Sonderweg kritisiert wird und eine massive Entlastung kleiner Unternehmen und Vereine gefordert wird.

Die Grenze zur Einführung eines Datenschutzbeauftragten soll zum Beispiel erhöht werden. Bislang ist ein Datenschutzbeauftragter zu benennen, wenn in einem Verein mindestens 10 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind.

Geht es nach der Landesregierung Niedersachsen, sollen Vereine, in denen vor allem Ehrenamtliche arbeiten, keinen Datenschutzbeauftragten benennen müssen. Zwar habe ein hohes Datenschutzniveau in Gesellschaft und Wirtschaft eine große Bedeutung, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, aber „ehrenamtlich organisierte Vereine oder kleine Unternehmen zu überfordern, kann nicht Sinn der Sache sein“.

Wie geht es weiter? Nachdem der Antrag eingereicht wurde, wird er an die entsprechenden Fachausschüsse weitergereicht. Die Umsetzung kann dauern.

In Niedersachsen wie überall in Deutschland regte sich Unmut nach Einführung der DSGVO. Die Vereinsverwaltung wurde die Rechtsunsicherheit schwieriger und Landesverbände sprachen sogar von einer „Art Hysterie“ unter den Verbandsmitgliedern.

Der Vorstandsvorsitzende des Landessportbundes Niedersachsen, Reinhard Rawe, wurde in der Hannoverschen Allgemeinen so zitiert: „Da ist bei uns etwas im Sport passiert, was ich in 35 Jahren nicht erlebt habe.“ Irgendwann, so Rawe weiter, finde man keine Menschen mehr, die sich im Sport engagieren. Die Ehrenamtlichen würden mitbekommen, dass sie in einer Haftungsverantwortung seien. Und davor schrecken sie zurück. Verständlicherweise.

campai kennt die Sorgen der Vereine und Verbände. Die Umsetzung der Vorgaben der DSGVO hatte für uns von Beginn an höchste Priorität. Das war uns so wichtig, dass unsere Vereinssoftware bereits vor Inkrafttreten der DSGVO alle Richtlinien erfüllt hatte.

Unabhängig des Datenschutzes sehen wir in dem jetzt gemachten Vorstoß der niedersächsischen Landesregierung unsere Mission bestätigt, bürokratische Hürden in der Vereinsverwaltung abzubauen. Engagierte Menschen im Ehrenamt müssen entlastet werden. Etwa durch eine intuitive und schlanke Buchhaltung.

Mit campai war es noch nie so einfach und effektiv, einen Verein zu verwalten. Das spart Zeit und Nerven und motiviert Menschen, sich ehrenamtlich zu engagieren.