Die 4 häufigsten Fehler in der Vereinssatzung

Die Vereinssatzung bildet den Kern der Vereinsarbeit. Alle hier festgehaltenen Bestimmungen beeinflussen die Arbeit, den Zweck und das Zusammenkommen im Verein maßgeblich. Gerade aus diesem Grund muss eine Vereinssatzung von vornherein fehlerfrei gestaltet sein, denn im Nachhinein kann sie nur innerhalb der Vorstandssitzungen abgeändert werden. Worauf ihr bei eurer Satzung besonders achten müsst und wo am häufigsten Fehler passieren, zeigen wir euch hier.

Allgemein muss eine Satzung den rechtlichen Regelungen entsprechen und keinen geltenden Gesetzen widersprechen. Soweit so gut. Allerdings kann es schwer werden, im WirrWarr der Paragraphen nicht den Überblick zu verlieren. Genau aus diesem Grund kann man bereits zahlreiche Angebote zur Erstellung einer Satzung, Tipps zur Satzungserstellung und Fehlervermeidung finden.

Wir wollen euch also gar nicht erneut alle Satzungsbestimmungen „vorbeten“, sondern euch die häufigsten Fehler bei den Vereinssatzungen aufzeigen. So könnt ihr dann selbst einen Blick in eure Satzung werfen, um zu sehen, ob ihr diesen typischen Fehlern aus dem Weg geht oder nicht.

Die häufigsten Satzungsfehler

  • Ein Verein muss sich gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken widmen

In diesem Sinne ist es nicht ausreichend, wenn in eurer Satzung enthalten ist, dass der Verein den Gemeinschaftssinn der Mitglieder stärkt. Das ist schön und gut, hat aber mit der Gemeinnützigkeit nichts zu tun. Die Gemeinnützigkeit hat im Vereinswesen einen besonderen Stellenwert und kann eurem Verein im schlimmsten Fall aberkannt werden.

  • Ein Verein handelt selbstlos und nicht eigenwirtschaftlich

Das heißt, dass in der Satzung keine Bestimmungen festgehalten werden dürfen, die Eigenwirtschaftlichkeit im Sinn haben. Das bedeutet wiederum nicht, dass der Verein keine Gelder generieren darf oder die Mitglieder im Verein nicht bezahlt werden dürfen. Die erwirtschafteten Gelder müssen dem selbstlosen Vereinszweck zugutekommen und die Mitglieder können nur im Umfang einer angemessenen Aufwandsentschädigung entschädigt werden. (Außerdem muss eine Vermögensbindung eurer Vereinskasse in der Satzung festgehalten sein, wenn für den Betrag in der Vereinskasse keine Körperschaftssteuer fällig werden soll.)

  • Die Mittel eines Vereins dürfen nur für den in der Satzung festgehaltenen Zweck verwendet werden

Das heißt, dass alle Mittel nur zur Erfüllung des Vereinszwecks genutzt werden dürfen. Eine Satzung ist fehlerhaft, wenn sie Zuwendungen an ihre ehrenamtlichen Mitglieder vorsieht.

  • Die Mitgliedschaft in einem Verein muss für jeden möglich sein. Es dürfen keine benachteiligenden Beitrittshürden in der Satzung enthalten sein

Ein Verein wird gegründet, wenn sich Menschen mit ähnlichem Ziel zusammenschließen wollen. Deswegen dürfen keine Hürden in der Satzung enthalten sein, die zu einer Benachteiligung potenzieller neuer Mitglieder führen würden. Eine Ausnahme besteht hier, wenn durch eine uneingeschränkte Mitgliedschaft Schäden entstehen würden. So sollte zum Beispiel ein Verein zur Flüchtlingshilfe durchaus nach dem politischen Hintergrund seiner Mitglieder „filtern“.

Auch wenn eure Satzung keinen dieser Fehler enthält, der Teufel liegt hier im Detail. Wie so oft bei der Auslegung von Paragraphen gilt es hier, die genaue Wortwahl zu beachten. Außerdem kann es durch Gesetzesänderungen schnell zu Fehlern in der Satzung kommen, wo zuvor gar keine waren. Ihr müsst eure Satzung also immer im Auge behalten, auch wenn sie zuvor fehlerfrei erscheint. Es bietet sich an, sie regelmäßig einer Prüfung zu unterziehen.

Ein Satzungsgenerator ist deshalb sinnvoll und hilfreich, um Fehler zu vermeiden und immer auf der sicheren Seite zu sein. Außerdem ist es dann möglich, im Handumdrehen eine individuelle Satzung zu erstellen.

Als innovative Vereinsplattform, die euch das (Vereins-)Leben leichter machen möchte, sind wir von campai gerade dabei, einen praktischen und einfachen Satzungsgenerator zu „basteln“.

Freut euch auf den Satzungsgenerator – demnächst könnt ihr ihn nutzen.