Informationen zur Vereinsgründung

Gleiche Interessen verbinden, und wenn ihr diese gemeinsam voranbringen möchtet, bietet sich die Gründung eines eigenen Vereins an.

Was ist bedeutend für Vereine, Image und Marketing?

Drei Deutsche, ein Verein – so lautet ein altbekannter Spruch, der das Vereinswesen in Deutschland auf den Punkt bringen möchte. Was ihr wirklich für die Gründung eures Vereins benötigt und worauf es ankommt, erfahrt ihr in dem folgenden Artikel.

Tatsächlich bräuchtet ihr für die Gründung eines nicht eingetragenen Vereins nur zwei Mitglieder. Diese Form eines Vereins ist allerdings weder besonders häufig anzutreffen noch empfehlenswert, da die Mitglieder als Privatpersonen haftbar gemacht werden, wenn sie unerlaubt handeln.
Worin unterscheiden sich eigentlich die Vereinsformen?

Das BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) unterscheidet zwischen wirtschaftlichem und nicht wirtschaftlichem Verein.

Nicht wirtschaftlicher Verein/eingetragener Verein

  • Die populärste Form eines Vereins in Deutschland ist der eingetragene Verein (e.V.).
  • Hierfür benötigt ihr sieben Mitglieder, der Vorstand vertritt den Verein nach außen.
  • Der nicht wirtschaftliche Verein bietet eine Menge Vorteile. So wird er steuerlich entlastet, wenn er gemeinnützig ist.
  • Außerdem können für einen eingetragenen Verein öffentliche Fördergelder beantragt werden.
  • Ein gemeinnütziger Verein wird im Vereinsregister eingetragen

Wirtschaftlicher Verein

  • Ein wirtschaftlicher Verein hat seinen Zweck auf einen betriebswirtschaftlichen Geschäftszweig ausgerichtet.
  • Geschäftsform ist eine AG, KGaA oder GmbH.
  • Der Verein erlangt seine Rechtsfähigkeit durch staatliche Verleihung.
  • Er wird im Handelsregister eingetragen.

Die Urform der Vereine: nicht eingetragener Verein

  • Ein nicht eingetragener Verein wird weder in das Vereinsregister noch in das Handelsregister eingetragen.
  • Er eignet sich für die Gründung kurzfristiger Interessensgemeinschaften wie zum Beispiel Bürgerinitiativen, aber auch Gewerkschaften, Parteien oder Studentenverbindungen.
  • Ein nicht eingetragener Verein ist leichter zu gründen, allerdings werden seine Gründer mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht.
  • Diese Vereinsform benötigt nur zwei Mitglieder.

Wie geht  ihr am besten vor?

Eine Satzung für Regeln und Strukturen

Ganz gleich, für welche Vereinsform ihr euch entscheidet: Zuerst einmal benötigt ihr eine Vereinssatzung. Die Satzung regelt und strukturiert den Verein. Die zu besetzenden Ämter des Vorstands sollten enthalten sein, Fakten zur Aufwandsentschädigung und Versicherung.

Vor allem wird in der Satzung der Zweck eures Vereins definiert, und wie ihr ihn erfüllen wollt. Der Zweck ist das wichtigste Kriterium, wenn es darum geht, ob ihr ein wirtschaftlicher oder ein Idealverein seid und ob euer Verein gemeinnützig ist. Gemeinnützige Vereine erhalten in der Regel Steuervergünstigungen.

Die Gründerversammlung – jetzt wird es offiziell

Die Satzung ist fertig, und ihr habt genug Mitglieder, um euren Verein offiziell zu gründen? Prima, dann könnt ihr alle einladen zur Gründerversammlung. Schriftlich per Post oder auch per E-Mail solltet ihr auf das Ereignis aufmerksam machen.

Wollt ihr neue Mitglieder werben, empfiehlt sich eine öffentliche Bekanntmachung. Eine Anzeige in einer Tageszeitung, Werbeplakate oder Flyer informieren über die Neugründung eures Vereins und laden Interessenten zum Mitmachen ein.

Im Vorfeld solltet ihr euch Gedanken machen über den Ablauf der Gründungsversammlung. Sie ist das höchste Organ eures Vereins. Hier besiegelt ihr die Satzung mit eurer Unterschrift. Möchtet ihr ein gemeinnütziger Verein werden, achtet darauf, dass ihr mindestens sieben Gründungsmitglieder habt. Jedes Gründungsmitglied muss die Vereinssatzung unterschreiben. Die Ämter des Vorstands werden vergeben, und am besten ernennt ihr gleich einen Schriftführer, der eure zukünftigen Versammlungen protokolliert.

Übrigens:

Als gemeinnütziger Verein dürft ihr Spendenbescheinigungen ausstellen.