Klimawandel verursacht Hitzewelle

Die einen jammern, die anderen freuen sich, aber eins haben alle gemeinsam: Deutschland schwitzt. Während die Menschen damit beschäftigt sind, einen kühlen Kopf zu bewahren oder zu überlegen, welche Kleiderordnung nicht die Etikette verletzt und dennoch einigermaßen luftdurchlässig ist, sind Experten damit beschäftigt, Ausmaß und Bedeutung der Hitzewelle zu analysieren.

Dürre, Ernteeinbußen, Waldbrände und kollabierende Menschen – nicht nur Deutschland ist betroffen, die gesamte Nordhalbkugel leidet unter der Hitze. Klimawandel ist nicht mehr nur ein Wort, sondern tägliche Realität. Die letzten drei Jahre waren global betrachtet die heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Beispiel:

  • Die mittlere Temperatur in Potsdam lag im Juni um 2,5 Grad höher als der langjährige Durchschnitt.
  • Der Juli 2018 war sogar der fünft wärmste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Seine Temperatur übertraf den langjährigen Durchschnitt sogar um 3,5 Grad.

Die Zukunft wird heiß – und regnerisch

Sollte der Klimawandel weiter voranschreiten, werden wir in Zukunft immer häufiger mit extremen Temperaturen und deren Auswirkungen konfrontiert sein. Dürreperioden einerseits und Überschwemmungen durch lang anhaltende Regenfälle andererseits werden auch in Regionen vorkommen, die bisher nicht so sehr betroffen waren. Bereits im Jahr 2050 könnten Sommer wie dieser 2018 zur Normalität gehören. Diese Meinung vertreten Experten des Potsdam Instituts für Klimaforschung (PiK).

Das Potsdam Institut für Klimawandel (PiK) – ein Verein von internationaler Bedeutung

Am PiK werden der Klimawandel und seine Folgen wissenschaftlich erforscht. Das Institut ist Teil eines globalen Netzwerks von Forschungseinrichtungen, das sich mit den Umweltveränderungen beschäftigt. Es verfolgt einen interdisziplinären Ansatz; Natur- und Sozialwissenschaftler aus aller Welt arbeiten eng zusammen, um ein möglichst detailliertes Bild der Umweltveränderungen zu erhalten. Eine lösungsorientierte Arbeitsweise ist charakteristisch für das PiK – die Wissenschaftler erforschen die Belastbarkeit des Erdsystems und entwickeln Strategien für eine zukunftsfähige Entwicklung der Menschheit und Natur.

Die Arbeitsgruppe des Weltklimarats wird von Wissenschaftlern des PiK koordiniert, es trägt also einen wesentlichen Bestandteil zu weitreichenden politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen bei.

Hier kannst du dich über die Arbeit des PiK informieren.

Immer cool bleiben

Das Klima können wir nur durch lang andauernde Maßnahmen beeinflussen. Doch keine Panik, auch kurzfristig gibt es Maßnahmen, die für Abkühlung sorgen. Wir haben ein paar Tipps für dich zusammengestellt.

Viel trinken – etwa 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit solltest du zu dir nehmen. Durch die Hitze und vermehrte Schweißproduktion hat dein Körper einen erhöhten Bedarf an Flüssigkeit. Wasser, leichte Saftschorlen oder Kräutertees eignen sich am besten, um den Durst zu löschen. Und eine Extraportion Eiswürfel sorgt für zusätzliche Abkühlung.

Essen – lieber mehrere kleine und leichte Mahlzeiten am Tag, als wenige große. Verzichte am besten auf schweres und fettiges Essen, das belastet den Organismus nur zusätzlich zur Hitze. Obst und Gemüse, ein leichter Salat oder eine Suppe machen dich satt, ohne deinen Körper zu belasten.

Abkühlung – wenn du gerade keine Dusche parat hast, unter die du dich stellen kannst, halte deine Handgelenke unter kaltes Wasser. Du kannst auch deine Füße in einen Eimer mit kaltem Wasser stellen oder dir ein nasses, kaltes Handtuch in den Nacken legen. So steigt dir die Hitze nicht zu sehr zu Kopf.

Kleidung – schwarz ist zwar schön, zieht aber die Sonnenstrahlen an und speichert sie. Am besten eignet sich helle, luftige Kleidung aus Baumwolle. In dieser schwitzt man bekanntlich am Allerwenigsten.

Accessoires – Ein Sonnenhut und eine Sonnenbrille schützen dich vor der Sonne. Wenn du auch noch Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 aufträgst und dich hauptsächlich im Schatten aufhältst, bist du bestens gerüstet für diesen Jahrhundertsommer.