Trendsportart Longboarding

Longboarden – was ist das überhaupt?

Sieht man jemanden auf einem Rollbrett fahren, denkt man meistens sofort an ein Skateboard. Allerdings gibt es auch Longboards, die mittlerweile enorm an Popularität gewonnen haben. Sie sehen ganz ähnlich aus wie ein Skateboard, unterscheiden sich aber in ihren Eigenschaften und dem Fahrgefühl.

Was es mit den entspannten Cruisern auf sich hat, für wen diese Trendsportart geeignet ist und welche Unterschiede zum Skateboard es gibt, erfahrt ihr in dem folgenden Artikel.

Geschichte und Hintergrund

Seinen Ursprung hat das Longboard in Kalifornien. Hier entwickelte sich aus dem Surfen das Longboarden. Tatsächlich wird berichtet, dass gelangweilte Surfer einfach Rollen unter ihre Bretter montierten, als es keine Wellen gab. Sie wollten das Gefühl des Wellenreitens auf der Straße erleben, und entwickelten in den 1960er Jahren kurzerhand das Longboarden.

In Europa wurde diese neue Sportart stark gefördert und verbreitete sich dadurch schnell. Letztendlich entwickelte sich das Skateboarden aus dem Longboarden. Allerdings verhält es sich hier ähnlich wie mit dem Huhn und dem Ei: Die Meinungen gehen auseinander, wenn es darum geht zu sagen, was zuerst da war – das Skateboard oder das Longboard.

Worin sie sich unterscheiden?

Skateboards sind

  • kürzer und
  • schmaler als Longboards,
  • und ihre Fahrer machen mehr Tricks mit dem Board.
  • Das Verletzungsrisiko beim Skateboardfahren ist dadurch höher.

Welches Longboard passt zu dir?

Es gibt verschiedene Decktypen, die sich nicht nur in ihrem Äußeren unterscheiden, sondern auch in ihren Fahreigenschaften. Die Boards haben eine Länge zwischen 90 Zentimetern und 1,90 Meter. Es gibt die unterschiedlichsten Shapes, Formen, Längen und Breiten. Jeder dieser Parameter wirkt sich auf das Fahrgefühl aus.

Deine Körpergröße und dein Gewicht spielen eine Rolle bei der Wahl des passenden Boards. Grundsätzlich kann man sagen, dass das Board umso länger sein darf, je größer und schwerer du bist. Für Kids sind kürzere Bretter besser geeignet.

Für die Stadt sind etwas kürzere Decks gut geeignet, sie sind wendiger und du kommst damit gut durch Kurven. Längere Decks eignen sich, um damit richtig schnell zu fahren, sie sind stabiler.

Für Einsteiger empfehlen sich die bereits fertig montierten Boards. Damit kannst du einfach mal ausprobieren, wie das Fahrgefühl ist, und Basistechniken wie das Lenken lernen.

Bist du schon länger dabei, kannst du alle Komponenten deines Boards austauschen, so dass du dein ganz individuell angepasstes Longboard hast.

Aufbau eines Boards

Ein Longboard besteht aus den Komponenten Deck, Achsen und Rollen. Die meisten Decks bestehen aus Bambus oder kanadischem Ahornholz, das durch Fiberglaselemente ergänzt oder mit Epoxidharz überzogen werden kann. Auch andere Hölzer kommen zum Einsatz – Esche, Linde oder Pappel zum Beispiel. Das Longboard wird in Nose (vorne), Wheelbase (zwischen den Rollen) und Tail (hinten) unterteilt.

Vereinssport Longboarding

Wer das Longboarden professionell lernen möchte, ist sicher in einem Verein gut aufgehoben. Hier lernst du nicht nur die Basistechniken, sondern kannst dein Können auch bei einer Meisterschaft in einer der verschiedenen Disziplinen unter Beweis stellen.

Für wen geeignet?

Grundsätzlich kann sich fast jeder auf ein Rollbrett stellen, der Lust dazu hat. Du musst kein Profisportler sein, um das Longboarden auszuprobieren. Über ein halbwegs normales Körpergewicht, Gleichgewichtssinn und Beweglichkeit solltest du dennoch verfügen. Wer sich möglichst wenig anstrengen möchte, ist vielleicht mit einem Elektro-Longboard gut bedient.