Vereine, Image und Marketing

Wie Vereine von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, ist für die Mitgliedergewinnung ganz wichtig. Schließlich möchte niemand einem Verein angehören, der als unseriös bzw. dubios gilt. Deshalb muss die öffentliche Wahrnehmung des Vereins grundsolide, vertrauensvoll und (vielleicht sogar) auch etwas konservativ sein. Dies muss ein Verein in seiner Public Relations (PR)

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Es ist ganz wichtig, was die Außendarstellung angeht, sicherzustellen, dass der Verein hehre Ziele verfolgt. Jede Unklarheit oder Verwirrung darüber muss so gut wie möglich ausgeräumt werden. Um als seriös und „anständig“ angesehen zu werden, sollten deshalb ausschließlich namhafte Kooperationspartner angesprochen und gesucht werden, die allgemein einen guten Ruf genießen: etwa das Rote Kreuz oder die Deutsche Bahn.

Positives Image schaffen

Dieser Imagegewinn funktioniert wie eine Treppe: Wenn man es schafft, einen Partner mit einem großen Namen für den Verein zu gewinnen, dann ist es viel leichter, einen zweiten bedeutenden Namen von den Vorzügen des Vereins zu überzeugen. Dann geht darum einen Dritten zu bekommen…usw. Bei Sommerfesten, beim „Tag der offenen Tür“, oder als Sponsor tritt dieser Kooperationspartner dann in Erscheinung und wirbt so für den Verein. Der Verein profitiert davon, weil er sich so ein solides Image verschafft und aufbaut.

Menschen nehmen Vereine auch über die Medien wahr: Zeitung, Radio oder Fernsehen. Wenn dort über Personen von einem bestimmten Verein berichtet wird, wird diese – hoffentlich positive  Außendarstellung – wieder andere Menschen begeistern oder sie erst mal auf den Verein aufmerksam machen, was pr-technisch immer eine gute Sache ist.

Es kann sinnvoll sein, zunächst für Aufsehen und Furore zu sorgen: etwa durch eine wirklich kreative und außergewöhnliche Marketing-Aktivität des Vereins. Diese muss auch nicht teuer sein. Dann ist die Chance groß, dass der Verein in aller Munde ist, und auf diese Weise bekannt wird.

Ein Taucher auf dem Bürgersteig

(Fiktives) Beispiel: Ein Berliner Tauchsportverein möchte durch eine gezielte Marketingaktion mehr Mitglieder gewinnen. Deshalb läuft ein Taucher in voller Montur – Schuhe, Schnorchel und Sauerstoff-Flasche auf dem Rücken – nachmittags über den Kurfürstendamm. Für Aufmerksamkeit ist sofort gesorgt. Er verteilt Flyer, die gerne und in großer Zahl angenommen werden.

Durch diese Art der Werbung gilt der Verein als “verrückt und schräg”: aber im positiven Sinne. Schon hat er ein Image, das eine bestimmte Klientel von Menschen anzieht. Die Neuanmeldungen dieses Tauchvereins würden sich – wenn dies tatsächlich so stattgefunden hätte – enorm steigern.

Fragt ehemalige Sportler

Ein Verein kann auch ganz gezielt prominente Menschen ansprechen, um sie als “Aushängeschild” dieses Vereins einzubinden. Ein Sportverein kann etwa regional oder auch überregional ehemalige Leistungssportler ansprechen, ob sie sich nicht Lust hätten sich für den Verein zu engagieren… Sie würden dann als “Türöffner”  fungieren, der auf diese Weise wieder andere Menschen für diesen Verein begeistert. Auch durch diese Marketingaktion kann sich die Zahl der Mitglieder deutlich erhöhen.

Informiere dich auch zum Thema: Informationen zur Vereinsgründung