5 Punkte warum die Feuerwehr in Berlin Alarm schlägt – „brennt Berlin“ weiter?

5 Punkte warum die Feuerwehr in Berlin Alarm schlägt – „brennt Berlin“ weiter?

— Dieser Artikel ist 3-teilig —

  1.  5 Punkte warum die Feuerwehr in Berlin Alarm schlägt „brennt Berlin“ weiter?
  2. „Berlin brennt“ – so kämpft die Berliner Feuerwehr für bessere Arbeitsbedingungen (Teil 2)
  3.  Feuerwehren in Deutschland: Einer für alle, alle für einen (Teil 3)

Obwohl die Feuerwehrzulage gerade auf 6 Euro erhöht wurde, es viele Beförderungen gab und sogar Millionen Euro investiert werden sollen, glauben immer noch viele Feuerwehrmänner in Berlin nicht an die die große Erneuerung und Umstrukturierung “ihrer” Feuerwehr.

Folgende 5 Punkte sorgen noch immer für Unmut

  • Besoldung
  • Arbeitszeiten
  • Fehlalarme
  • Nachwuchsgewinnung
  • Ausstattung

Überstunden – die sich angesammelt haben, werden bezahlt. 7 Mio. werden bereitgestellt. Ende August werden die ersten Summen gezahlt. Dies geschieht in 3 Stufen: Zuerst werden den Mitarbeitern der Wachen und des technischen Dienstes ihre Überstunden vergolten. Dann – Ende September – werden Mitarbeiter des Fernmeldeeinsatzdienstes,  der Rettungswachen, des Lagedienstes und der Leitstellen entlohnt. Als letzte Gruppe bekommen dann – etwa Ende Oktober – die Führungskräfte und Ärzte ihr Geld. Durchschnittlich erhält jeder Mitarbeiter ca. 2.300 Euro. Trotzdem gibt es, je nach Einzelfall, erhebliche Unterschiede.

Beförderungen – gab es einige: Seitdem die Vereinbarung im April 2018 in Kraft trat,  konnten schon 170 Beförderungen verzeichnet werden. 120 gab es bis Ende Juli 2018.

Arbeitszeiten – es wurde vereinbart, dass bei der Wochenarbeitszeit eine Deckelung vorgenommen wird.

Übergangsregelung – diese gilt ab dem 1. September 2018 bindend mit einer Übergangsregelung bis dahin, in der noch 4 Überstunden pro Woche möglich sind. Wenn also die Abrechnungsstelle eine Liste mit Namen und Zahl der Überstunden erhält, werden die ersten Überweisungen im September ausgeführt.

Feuerwehrchef – ist Karsten Homrighausen. Am 31.07.2018 wurde er der Öffentlichkeit vorgestellt.

Natürlich kann es immer zu Verzögerungen kommen. Dies erklärt auch, warum viel Zeit vergehen musste, bevor sich etwas tut. Immerhin wurde vereinbart, dass Zahlungen rückwirkend zum 1.1.2018 ausbezahlt werden. Bleibt zu hoffen, dass sich die Politik auch daran hält…

Im September sollen weitere Gespräche mit dem Berliner Senat erfolgen. Vielleicht wird “grünes Licht” für noch mehr Investitionen gegeben: dann können auch – was das Equipment angeht – noch zusätzliche Verbesserungen vereinbart werden. Etwa sogenannte SIWANA-Mittel, also Gelder für die Entwicklung der immer größer werdenden Stadt.

Es ist geplant, die Berliner Feuerwehr mit noch mehr Investitionen zu unterstützen. Doch auch wenn diese genehmigt werden und die Feuerbekämpfer in der Hauptstadt eine moderne Ausstattung zugesichert bekommen, sie bekämen dennoch nicht gleich Löschfahrzeuge und Ausrüstung zur Verfügung gestellt. Für besonders dringende Fälle könnte aber schnell Equipment zur Seite gestellt werden.

Viele Berliner Feuerwehrmänner bezweifeln, dass die Gespräche im September für einen großen Wandel sorgen werden. Die Gewerkschaften – Verdi, die Feuerwehrgewerkschaft und die Gewerkschaft der Polizei – haben, so der Vorwurf vieler Feuerwehrmänner, nicht gerade viel dafür getan, dass Veränderungen in Gang gesetzt wurden…

Deshalb ist davon auszugehen, dass viele Feuerwehrleute immer noch unzufrieden sind. Mit Demonstrationen und Protesten ist also weiter zu rechnen.

Erfahre mehr im 2. Teil oder im 3. Teil.